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SHOT
STORIES Mit Beiträgen
von Doris Frohnapfel, Babette Richter, Heinrich Miess, Elke Baulig, Kristin
Möller und Pb / 135 Seiten, 34 Abbildungen, 13,5 x 17,0 cm Köln
2005, ISBN 3-9808554-4-9 18.-
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Das Buch SHOT STORIES entstand zu einer Ausstellungsreihe, in der die Galerie M29 unter dem gleichnamigen Titel vier unterschiedliche Positionen der Fotografie zeigt. Die vier Einzelausstellungen werden in Beziehung zueinander gesetzt, sie schließen aneinander an und bleiben jeweils als Bruchstücke bestehen. So erweitern und ergänzen sie sich, bilden einen neuen Kontext und versuchen mit der Geradlinigkeit und Ordnung zu brechen, wodurch sich im Prozess der Auflösung und Neukonstellation die einzelnen Fotogeschichten fortwährend weiterentwickeln. So verbinden sich die Dokumentarfotos der Grenzlandschaften in Doris Frohnapfels Serie Border Horizons, die Fakefotos von Hubert Becker aus Native Soil, die Erinnerungsfotos Elke Bauligs aus Mack House und die Selbstmordserie Killing Me Softly als inszenierte Selbstporträts von Claudia Reinhardt. Zwischen
Inszenierung und Dokumentation, Erinnerung und Fiktion wird das Fotografieren
als Akt des Einfangens, Dokumentierens und ins Unbekannte Eindringens
beschrieben. Dabei wird das abgelichtete Sujet verfremdet und dem Realen
etwas hinzugedichtet. Ebenso zeigt sich das Modell, das sich vor dem Objektiv
inszeniert, in einer unnatürlichen maskenhaften Pose und Erstarrung.
So ist das fotografische Bild sowohl Abbild der Realität als auch
Trugbild. In der Begegnung mit dem Sichtbaren steckt der Wunsch, sich
dem Wahren und Objektiven, dem Inneren und Subjektiven, d.h. letztendlich
dem Unbekannten und Unsichtbaren anzunähern. Fotografie zeigt sich
hierbei als Versuch, mit dem Realen, dem Anderen und sich selbst umzugehen,
um dadurch dem Unheimlichen und dem eigenen Tod zu begegnen.
Vorwort |
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