SHOT
STORIES 3 Unter dem Titel SHOT STORIES wird in der Galerie M29 eine Reihe von Künstlern und Fotografen zum Thema Fotografie gezeigt. Sie werden in vier Einzelausstellungen präsentiert und in Beziehung zueinander gesetzt. So bleibt immer ein Teil jeder Ausstellung als Bruchstück bestehen und schließt sich wieder der folgenden Fotogeschichte an. Die Ausstellungen erweitern und ergänzen sich, bilden einen neuen Kontext und versuchen so mit einer Gradlinigkeit und Ordnung zu brechen, wodurch sich im Prozess der Auflösung und Neukonstellation die Fotogeschichte fortwährend weiterentwickelt. Die Dokumentarfotos der Landschaften aus Doris Frohnapfels Serie „Border Horizons“ und die Fakes Hubert Beckers aus „Native Soil“ bilden zusammen einen neuen Rahmen für die dritte Präsentation „Mack House“ von Elke Baulig. In ihrer Ausstellung Mack House begibt sich Elke Baulig auf die Spurensuche in ihre Vergangenheit. Sie kehrt in das Haus zurück, in dem sie als neunzehnjähriges Au-pair-Mädchen in Los Angeles gewohnt hatte. Elke Baulig dokumentiert den Moment des Verlassens, nachdem ihre ehemalige Gastmutter gestorben war, und fängt dabei ihre Erinnerungen, die neuen Eindrücke und den beginnenden Verfall des Ortes ein. Ihre Fotos dringen kriminalistisch in den intimen Raum ein. Ähnlich wie bei ihren bekannten Museumsfotos bedient sie sich auch hier der leblosen Sujets von Stilleben. Anders aber als ihre künstlichen Stilleben naturhistorischer Inszenierungen, Kulissen und Diarahmen werden in dieser Serie private, aussortierte und abgestellte Gegenstände in ihrer Intimität und Banalität als objects trouvés behandelt. Zu der gesamten Ausstellungsreihe SHOTSTORIES erscheint anlässlich der Eröffnung Claudia Reinhardts eine Publikation, herausgegeben von Babette Richter, und eine limitierte Vorzugsausgabe mit Editionen von Doris Frohnapfel, Hubert Becker, Elke Baulig und Claudia Reinhardt. |